A 643 Neubau Schiersteiner Brücke

Material: ca. 500 t Stahlrohre

Abmessungen: Ø 244,5 × 10 mm

Besonderheiten: warmgefertigte Rohre nach EN 10210, ausgeführt gemäß den Vorgaben der Deutschen Bahn (DBS 918002) für beide Fahrtrichtungen

Im Zuge des Ersatzneubaus der Schiersteiner Brücke wurden für die beiden Richtungsfahrbahnen rund 500 Tonnen Stahlrohre eingesetzt. Zum Einsatz kamen warmgefertigte Hohlprofile nach EN 10210, deren Ausführung entsprechend den Anforderungen der Deutschen Bahn Richtlinie DBS 918002 erfolgte.

Die Brücke war seit dem ersten Spatenstich im Jahr 2013 regelmäßig Bestandteil der medialen Berichterstattung. Dabei standen insbesondere außergewöhnliche Bauabschnitte im Fokus, wie das Verschieben von Überbauten in Richtung Rhein, das Einschwimmen von Brückensegmenten sowie die schrittweise Inbetriebnahme einzelner Bauabschnitte.

Ein besonderes Ereignis stellte die Besichtigung des Brückeninneren durch Pressevertreter dar. Der Zugang erfolgte auf der Wiesbadener Seite über die Rheingaustraße. Gemeinsam mit Fachleuten von Hessen Mobil wurde der Rhein durch den Hohlkasten der Brücke überquert. Dieser Hohlraum dient neben der Konstruktion auch der Aufnahme von Versorgungsleitungen und ist normalerweise ausschließlich für Inspektions- und Wartungsarbeiten zugänglich.

Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von den Dimensionen und dem technischen Aufbau des rund 1.280 Meter langen Bauwerks, dessen Innengeometrie sich entlang der Strecke kontinuierlich verändert.

Im weiteren Bauverlauf wurden parallel zum Rückbau der alten Brücke – der im November 2018 abgeschlossen wurde – sowohl die Stahlfertigung und Montage der Bauteile als auch die Gründungsarbeiten für die zweite neue Brückenhälfte vorangetrieben.

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